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02.11.2005

Ad-hoc-Mitteilung der Deutschen Telekom AG gemäß § 15 WpHG


Deutsche Telekom steht vor umfangreichem Personalumbau


- Binnen drei Jahren 6.000 Neueinstellungen geplant

- 7.000 Vivento-Kräfte sollen Arbeitgeber wechseln

- Stellenabbau vor allem bei T-Com

- Insgesamt 32.000 Mitarbeiter werden Konzern über drei Jahre verlassen

- Keine betriebsbedingten Kündigungen in der DTAG

- Aufwand für Gesamtprogramm 3,3 Mrd. Euro


Angesichts des gewaltigen Umbruchs in der Branche steht die Deutsche Telekom vor einem umfangreichen Personalumbau. Dieser ist nicht nur durch sozialverträgliche Maßnahmen zur Senkung der Mitarbeiterzahl, sondern auch die Neueinstellungen von jungen Experten und Nachwuchskräften sowie die Veräußerung von Vivento-Einheiten gekennzeichnet. Darüber hat der Vorstand den Sozialpartner informiert und die entsprechenden Moratoriumsgespräche aufgenommen.


Der weltweite Umbruch der Branche, die rasante technologische Entwicklung und besonders der regulierungsbedingt harte Wettbewerb im Festnetz- und Breitbandbereich in Deutschland stellen den gesamten Konzern vor verschärfte Herausforderungen. Einerseits müssen in weg brechenden alten Kernmärkten Stellen abgebaut werden, andererseits besteht die Chance, in neuen innovativen Märkten Stellen zu schaffen.


In den nächsten drei Jahren werden rund 32.000 Mitarbeiter den inländischen Konzern verlassen. Hierin sind rund 7.000 Mitarbeiter eingeschlossen, deren Beschäftigungsverhältnisse endgültig aus der Vivento ausgegliedert werden. Den übrigen 25.000 Mitarbeitern, die aus dem Konzern gehen, stehen etwa 6.000 Neueinstellungen gegenüber. Somit reduziert sich die Anzahl der Arbeitsplätze per saldo um 19.000 über die nächsten drei Jahre.


Hintergrund dieses Nettostellenabbaus von 19.000 ist ein umfangreicher Stellenumbau im Konzern. Dabei stehen einem Abbau von brutto 27.000 Stellen ein Aufbau in der Größenordnung von ca. 8.000 Arbeitsplätzen gegenüber. Künftige wie auch bestehende Beschäftigungsmöglichkeiten sind stark von Regulierungsentscheidungen abhängig. Sollte beispielsweise der Aufbau eines Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzes aufgrund von Regulierung dieses neuen Marktes gefährdet sein, droht ein zusätzlicher Entfall von 5.000 Stellen.


Der Aufwand für das Gesamtprogramm beträgt rund 3,3 Mrd. Euro, verteilt über drei Jahre.


Der Abbau erfolgt über Einsatz freiwilliger Personalabbauinstrumente wie z.B. Angebote zur Altersteilzeit und Abfindungen. Mit Blick auf Beamte sind Gespräche mit dem Bund hinsichtlich einer Vorruhestandsregelung notwendig. Es wird, wie mit dem Sozialpartner vereinbart, in der DTAG bis Ende 2008 keine betriebsbedingten Kündigungen geben.


Der im vergangenen Jahr geschlossene Tarifvertrag für die Deutsche Telekom AG sieht in einem Moratorium vor, dass nach Abschluss der Planungen und vor einer abschließenden Entscheidung des Vorstands Gespräche mit den Tarifpartnern hinsichtlich eines möglichen Personalabbaus zu führen sind. Diese Gespräche sind aufgenommen worden.



Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen und daher sollte ihnen nicht zu viel Gewicht beigemessen werden. Zukunftsbezogene Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die generell außerhalb unserer Kontrolle liegen, einschließlich solcher, die in den Abschnitten "Forward-Looking Statements" und "Risk Factors" des auf Form 20-F bei der SEC eingereichten Jahresberichts beschrieben werden. Sollten diese oder andere Risken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, könnten unsere tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung irgendeiner zukunftsbezogenen Aussage angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse.

Neben den in dieser Mitteilung angegebenen, nach IFRS darstellten Ergebnissen, weist die Deutsche Telekom auch sog. Pro-forma-Kennzahlen aus, z.B. EBITDA, bereinigtes EBITDA, Netto-Finanzverbindlichkeiten und Free Cash-Flow. Diese Pro-forma-Kennzahlen sind zusätzlich zu den - und nicht als Ersatz für die - nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Zur Auslegung dieser Pro-forma- Kennzahlen verweisen wir auf unsere Erläuterungen "Überleitung zu Pro-Forma-Kennzahlen" auf unserer Investor Relations Website.

Diese Mitteilung enthält Finanzinformationen, die gemäß den IFRS (International Financial Reporting Standards) sowie auf der Grundlage der neuen, von der Deutschen Telekom mit Wirkung zum 1. Januar 2005 beschlossenen Struktur der strategischen Geschäftsfelder für die Finanzberichterstattung erstellt worden sind. Die in diese Mitteilung enthaltenen IFRS-Finanzinformationen wurden unter der Annahme erstellt, dass mit Ausnahme von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sowie IFRIC 3 "Emissionsrechte" sämtliche vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) herausgegebene Standards und Interpretationen von der EU anerkannt werden. Die Bilanzierungsgrundsätze für Finanzinstrumente berücksichtigen die von der EU vorgeschlagenen Überarbeitung des Standards IAS 39 und entsprechen der geänderten Fassung von IAS 39. IFRIC 3 ist für die Deutsche Telekom nicht relevant.

Vorbehaltlich der Anerkennung noch fehlender Standards durch die EU und weiteren Änderungen seitens des IASB dürften die hier dargelegten Informationen die Grundlage für die Finanzberichterstattung der Deutschen Telekom 2005 und nachfolgenden Perioden sein. Allerdings kann die Deutsche Telekom nicht garantieren, dass es keine wesentlichen Änderungen an IFRS zwischen dem Stichtag des Konzern-Zwischenberichts und der erstmaligen Veröffentlichung von Jahresabschlüssen für 2005, 2004 oder 2003 nach IFRS geben wird.

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